schwäbischer albmarathon 2009
[bar][10-2009]
ende oktober. bei der abfahrt in ulm ist es noch dunkel und nebelig. das wetter der letzten tage war eher bescheiden. bei ankunft in schwäbisch gmünd blitzt aber schon etwas blauer himmel durch den hochnebel.
startnummernabholung und marathonmesse sind im historischen gebäude des „predigers“ untergebracht, nur einen katzensprung vom startbereich auf dem marktplatz. ich gebe mein gepäck ab, platziere noch etwas eigenverpflegung in die kiste „35km“ und begebe mich dann zum start.



es ist frisch, aber der tag verspricht wiklich schön zu werden. beim countdown verkneife ich mir ein lachen: was tu ich hier eigentlich ? ich und ultra ? grössenwahnsinnig geworden oder was ? aber dann laufe ich auch schon.
zunächst etwa 3km flach durch schwäbisch gmünd, dann geht's auf waldwegen kupiert weiter. bei km 6 beginnen die höhenmeter. leider immer noch auf asphalt. bei km 10 etwa passieren wir das wäscherschloss und geniessen jetzt die herbstliche sonne. ein goldener oktobertag ! eine sanfte welle und es geht weiter bergauf.



bei km 16 verlassen wir endlich die geteerten abschnitte. dafür ist der folgende anstieg über die wiese zum gipfel des hohenstaufen knackig steil ! die letzten meter sind eine wendepunktstrecke, links kämpfen sich die läufer bergauf, rechts springen die vorderen schon wieder den berg hinunter. ein wunderschöner waldtrail, der kurz nach km 18 leider schon wieder in einen asphaltierten radweg mündet. vor uns liegen jetzt hohenrechberg und stuifen, die für die ultras beide noch auf dem plan stehen. unterhalb des hohenrechbergs heizt eine drummer-band ein. der folgende anstieg wird per schild mit „weg des leidens“ angekündigt. eine steile, sehr steile strasse zur wallfahrtskirche hinauf. die, die entgegenkommen, sind die finisher des 25km-laufs, die oben ihre aufgabe erledigt haben. unter applaus laufe ich linkerhand am ziel vorbei und begebe mich auf den abstieg. wiederum ein toller trail.




viel zu bald geht aber auch dieser wieder in befestigte radwege über. der nächste gipfel ist der stuifen, den wir knapp unterhalb des gipfels umrunden. wieder auf schönen pfaden, die sich allerdings ziemlich steil bergauf und wieder bergab am berg entlangziehen. links rauf und rechts runter, so dass ich wieder sehen kann, dass hinter mir tatsächlich auch noch läufer unterwegs sind. inzwischen laufe ich schon jenseits der 30km-marke. dass es beginnen würde, weh zu tun, ist nicht ganz richtig, denn es tut bereits weh. bei km 33 erwartet uns die nächste schleife rund um das schwarzhorn. ein heftiger aufstieg auf einem wiesenpfad und ein moderater abstieg auf einem geschotterten forstweg. bei km 35 geniesse ich meine eigenverpflegung (eine gekochte kartoffel und eine kleine portion wildchips). auch der „hafertrank“ (eine verdünnte variante des bewährten rennsteig-haferschleims) tut gut.




die nächsten kilometer gehen nur bergab. erstaunlich, dass ich es auf der schotterstrasse im wald doch tatsächlich noch rollen lassen kann. bei km 40 beginnt wieder der asphalt, schade. zwischen km 43 und 48 verläuft die strecke auf der alten bahntrasse, die jetzt ein – natürlich geteerter – radweg ist. sehr zähe angelegenheit. ich versuche, den kopf abzuschalten und trotte so vor mich hin. die letzten 2 km durch schwäbisch gmünd sind dann auch auf einmal vorbei und ich habe meinen ersten ultra tatsächlich gefinished ! mit der zeit von 5:49h bin ich sehr zufrieden, immerhin waren ja auch noch einige höhenmeter dabei.
fazit: schöner lauf, gut organisiert und nette helfer. sehr schöne trails rund um die drei kaiserberge, die allerdings etwas im schatten der langen asphalt-passagen stehen.