alpenschleicher auf abwegen - diesmal auf dem mountainbike ...


transalp 2003 / 2004

wir waren 2003 und 2004 unterwegs, auf fast identischer strecke. start in füssen unterhalb von schloss neuschwanstein. ziel war in borso del grappa. unsere strecke ist keine für höhenmeter-sammler noch für kilometer-fresser, sondern genuss-radler. bewusst suchten wir strassen und wege, auf denen wir den grössten teil fahren (und nicht tragen), dabei aber möglichst meist abseits der asphalt- und vor allem verkehrsreichen strassen bleiben konnten. daher gibt's ab und zu mal überbrückungen mit der bahn.

tag 1 : füssen – st.jodok     78km - 1238hm
von füssen bergauf richtung marienbrücke, bergab und wieder bergauf zum ammerwald. tolle trialabfahrt zum plansee, am see entlang und bei heiterwang auf den radweg nach lermoos. wunderschön ist die alte fernpassstrasse, hoch über dem verkehrstrom überquert man den höhenzug und fährt auf historischen wegen zu den fernsteinseen und weiter nach nassereith. von dort über das mieminger plateau nach telfs und mit der bahn über innsbruck nach st.jodok.
fazit : toller trial im ammerwald, die alte fernpassstrasse ist wunderschön.auffahrt zum mieminger plateau asphaltschinderei. das plateau selbst wieder sehr schön. der inntalradweg ist bis innsbruck leider zwischen autobahn und eisenbahn eingeklemmt und somit weniger empfehlenswert.



tag 2 : st.jodok – gossensass     44km – 1192hm

nach gries und dann auf schotter über die sattelam zum sattelberg und zur brenner grenzkammstrasse. die führt ohne grosse steigungen oder gefälle mit genialer aussicht am kamm entlang – wie der name sagt. abfahrt nach gossensass, transfer per bahn nach reischach bei bruneck.
fazit : der brenner grenzkamm ist wunderschön, die auffahrt gut und recht angenehm bis auf die letzten anstrengenden 250hm. schnelle schotterabfahrt.




tag 3 : reischach – pederü     35km – 1674hm

von reischach aus zum kronplatz, abfahrt nach s.vigil und dann auf asphalt zur pederü.
fazit : zum kronplatz monoton auf forstwegen im wald bergauf, die abfahrt im skigebiet ganz spannend.
alternativ : da der kronplatz nicht wirklich lohnt, sollte man sich überlegen, am tag 2 nach dem bahntransfer noch auf der asphaltstrasse geich nach s.vigil zu fahren und sich diese etappe zu sparen. der nächste tag wird dann um die anfahrt s.vigil – pederü um etwa 45min länger.

tag 4 : pederü – pieve di livinallongo     35km – 1206hm
von der pederü auf steilem schotter zur faneshütte und etwas gemässigter über's limojoch. abfahrt über die grosse fanesalm mit kurzer tragepassage zur capanna margharita. dann schotterwege und almwiesen zu rif. pralongia und rif. incisa. schöne abfahrt durch einsame ansiedlungen nach pieve di livinallongo.
fazit : sehr schöne etappe, nach der alpinen szenerie der fanesalm die blumenreichen wiesen von pralongia und incisa. bei regen verwandeln sich die schönen almwiesen allerdings in lehmlandschaften.



tag 5 : pieve di livinallongo – moena     44km – 1155hm

karrenweg von quellecasse aus, später schmaler wiesenweg und dann skipisten zur porta vescovo. weiter über den bindelweg zum pordoijoch. abwärts zuerst über teer, ab dem albergo lupo bianco auf genialem trail nach canazei, dann über radwege nach moena.
fazit : wunderschöne, einsame landschaft im aufstieg zur porta vescovo, leider war unser weg wenig fahrbar, laut karte soll es einen weiteren karrenweg geben. der bindelweg ist zwar schön, recht gut fahrbar, aber sehr frequentiert durch viele wanderer. das panorama zur marmolada hat man leider im rücken. der trail nach canazei wieder toll, der radweg nach moena etwas zäh.



tag 6 : moena – passo rolle     29km – 1481hm

von moena über das rif. rezila auf schotterstrasse zum passo di lusia. abfahrt über wald- und wiesenwege nach paneveggio und dann fahrt durch's beeindruckende val venegia zum passo rolle.
fazit : schöne auffahrt zum ersten pass, wunderschöne abfahrt und dann mit dem val venegia ein highlight.



tag 7 : passo rolle – fonzaso     72km – 1455hm

asphaltabfahrt vom pass nach s.martino di castrozza, dann schotterauffahrt zur malga tognola. geniale trialabfahrt durch's val sorda. von canal s. bovo auf asphalt zum passo brocon und dann schier endlose schotterabfahrt bis fast nach fonzaso durch einsames tal.
fazit : tolle etappe. echte trialabfahrt von der tognola (bitte ausreichend zeit einplanen !- nicht alles fahrbar), bequeme auffahrt zum brocon zum luftholen und dann tolle lange aber anstrengende abfahrt in teilweise tiefem schotter.



tag 8 : fonzaso – borso del grappa     46km – 1655hm

von fonzaso zunächst am lago di corlo entlang, auf einer hängebrücke über den see und dann auf altem schotterweg bergauf bis zu einem asphaltsträsschen und weiter bis zum forcelletto. ab dort dann über alte militärstrassen zum rif. bassano knapp unterhalb der cima grappa. freier blick über die piave-ebene, keine berge mehr zu sehen. die abfahrt zuerst über kleine asphaltstrasse nach campo croce, von dort auf singletrail mit natursteinpflaster(weg no.95/102) direkt nach borso del grappa.
fazit: schöner see, lange waldauffahrt. die abfahrt auf schmaler, geschotterter militärstrasse. das grappa-gebiet wimmelt vor fahrbaren strässchen und wegen. der blick von oben über die weite ebene fast bis venedig bedeutet wirklich ende der alpen. hier gibt's viele lohnende touren, so zum beispiel den legendären weg no. 152, eine schmale in den fels geschlagene militärstrasse.
alternativ : abwärts kurz auf dem asphaltsträsschen, dann bald links und auf dem weg no. 101 bergab zum santuario del covolo, über cassanego nach borso del grappa. dieser weg ist breiter, schlängelt sich in zahllosen schotterserpentinen nach unten.



wer interesse an unserer tour hat, dem lassen wir gerne per email oder post ein ausführlicheres roadbook zukommen.