International Running Challenge Lanzarote

[bar][12-2010]


1.tag 10k road race

um 10h ist start im stadion des club la santa. pünktlich weichen die wolken und geben die sonne frei. die luft ist jetzt im november noch immer recht warm und so klettern die temperaturen rasch in gefühltes „heiss“. das starterfeld ist international, von überall aus europa scheinen die lauffreaks zum saisonausklang zusammengekommen zu sein, darunter vor allem viele briten und dänen. über 300 läufer sammeln sich unter dem startbogen. die hellblaue tartanbahn nimmt sich fremdartig in der sonst so schwarz und braun geprägten welt lanzarotes aus.

das rennen beginnt plötzlich und unspektakulär – wenn man es zum beispiel mit der musikalischen untermalung der events von plan b vergleicht. 2 runden à 5km stehen auf dem programm, raus aus dem stadion, richtung la santa-dorf, eine schleife richtung caleta de caballo, zurück ins stadion und noch mal rum. die schwarze lava reflektiert die sonne super und bereits nach zwei kilometern klebt die zunge am gaumen. gut, dass es beim stadiondurchlauf jede menge wasser gibt ! die zweite runde wird zäh, einige läufer zahlen ordentlich tribut an tempo und temperaturen. die spitze ist schon längst im ziel : die ersten 14 unter 35 min ! wow – ist das stark besetzt !


2. tag 13k ridge run

start wieder um 10h im stadion. wieder findet sich auch die sonne pünktlich ein. heute sind's etwas weniger starter als gestern. nach einer kurzen teerpassage biegen wir landeinwärts auf eine schotterpiste richtung el cuchillo und caldera. es geht moderat bergauf. nach der ersten wasserstelle queren wir auf einem teersträsschen unterhalb der caldera. uff, hitze – dieser schwarze asphalt ! der weg biegt links ab und geht ordentlich aufwärts, schliesslich sollen wir oben auf dem alten kraterrand laufen. da sind tatsächlich auch schon wieder die pünktchen der spitze zu sehen! wahnsinn, sind die schnell. nach der zweiten versorgung geht’s dann auf schotter, geröll und sand am rand des alten kraters entlang. ein toller blick zum meer und nach la santa. leider viel zu bald geht’s steil wieder runter. die folgenden kilometer erinnern an die sahara : eine sandpiste, die sich gemächlich durch die landschaft zieht. wunderschön zu laufen. dritte wasserstelle und dann sind es nur noch drei kilometer bis zum ziel. die ersten fünf haben für die 13km mit höhenmetern keine 45 min gebraucht und waren damit mal eine halbe stunde schneller als ich ….


3. tag 5k beach run

mit reisebussen wird die läuferschar nach puerto del carmen gefahren. hier am strand soll der beach run stattfinden. eine 2,5km-schleife mit hütchen abgesteckt ist zweimal zu laufen. der sprecher weist uns an, nicht an die wasserlinie auszuweichen, sondern im „soft sand“ zu bleiben. rennmarshalls achten darauf, dass das auch eingehalten wird. an zwei kurzen passagen drücken sie doch die augen zu und lassen uns gewähren. danke ! fast alle wählen den umweg. denn der tiefe weiche sand ist unheimlich anstrengend. der wüstensand der sahara war einfach dagegen. die sprunggelenke und waden beschweren sich ordentlich. trotzdem bleiben die ersten 10 unter 20 min. respekt. toll das nahe meer: nach dem zieleinlauf laufschuhe aus und in voller laufmontur in die wellen. super!!!

4.tag 21k vuelta de tinajo

auch heute werden wir mit bussen zum startort gefahren. an der kirche los dolores in mancha blanca geht’s los. irrigerweise hoffe ich auf einen einfachen lauf, da das ziel in la santa etwa 70hm niedriger liegt … doch die schleifen um die montana tinajo, in tinajo selbst und um el cuchillo herum sind nicht ohne. es geht ziemlich kupiert zur sache. ausserdem ist es heiß, kaum wind. die wasserstellen können gar nicht früh genug kommen ! zwischen den lavasteinmauern und auf dem schwarzen asphalt staut sich die hitze. so sind mir die anstrengenderen wellbrettpisten fast lieber als die einfacheren, kurzen passagen über teer. die letzen kilometer nach la santa ziehen sich und ziehen sich. eine dreiviertel runde zum abschluss auf der hellblauen tartanbahn und die running challenge von lanzarote ist geschafft ! die ersten 10 läufer sind übrigens unter 1:15 geblieben …


fazit : lanzarote ist immer toll. die veranstaltung ist vom club sehr gut organisiert. es sind eben profis, die hier am werk sind. leider bleibt dadurch der eindruck einer besonderen veranstaltung aus – es ist eben eines der vielen events des sportclubs. trotzdem hat es sich gelohnt. es waren schöne lauftage, vor allem der ridge run und der halbmarathon hat uns auf tolle wege geführt.

am folgenden tag haben wir dann für uns ein trailrun der extraklasse gemacht : ein lauf durch die lavafelder am rand des timanfaya-nationalparks und auf die caldera blanca. danach waren die beine dann endgültig bedient ...



www.clublasanta.de


Cyprus international 4 day challenge

[and][11-2008]



1.tag startnummern/6k time trial
am vormittag fahren wir zum coral beach hotel an der coral bay, ca. 10 km von paphos aus richtung akamas halbinsel, um die startnummern abzuholen. klappt reibungslos, wie eigentlich alles an dem von der englischen agentur 2:09 und der zypriotischen arena organisierten lauf. später noch das strecken und transportbriefing für die nächsten tage.
am nachmittag dann der start in die serie.

6k time trial
ein schneller 6 kilometer strassenlauf. eigentlich nichts für uns. start ist direkt im hotelgarten und erfolgt im 10 sekunden abstand in reihenfolge der startnummer! eine ungewohnte aber spannende sache. natürlich läuft man dadurch zu schnell an. die feuchte warme meeresluft hilft auch nicht gerade zur bestzeit. oder die vorhergehende woche urlaub mit viel sonne, wein und zypriotischem essen macht sich bemerkbar. ziel ist wieder direkt am meer. das wars auch schon. ab in den bus und zurück zum hotel. wer einfach etwas locker auslaufen will macht den rückweg auch besser gleich zu fuss.
die abendliche pastaparty ist ein reichhaltiges büffet im hotel. pasta gibt es da auch...

2.tag 11k hillrace


gestartet wird direkt am lara beach. von dort erst mal 3 kilometer auf der schotterpiste entlang der küste um dann recht direkt die 600 höhenmeter zur auf der akamasanhöhe gelegenen radarstation zu überwinden. auf einer harten piste durchqueren wir zuerst einsame olivenhaine um dann nach ein, zwei kurzen flachpassagen in serpentinen die letzten höhenmeter zu nehmen. kurz vor dem kamm zweigt noch eine staubpiste ab. die lässt sich deutlich einfacher laufen, zumal das ziel bereits zu sehen ist. hier öffnet sich der blick noch überraschenderweise auf ein malerisch am hang gelegenes dorf und das auf der anderen seite des akamas gelegene meer.




da wir noch auf die letzten läufer warten, und deshalb der bus schon weg ist, werden wir vom racedirector andreas im jeep mitgenommen und haben so etwas zeit uns mit ihm zu unterhalten:
2005 startete die challenge mit 42 läufern! 2006 bereits mit 140, dieses jahr mit 250! das klingt vielversprechend für die nächsten jahre. andreas betont ausdrücklich, dass auch die langsameren läufer gern gesehen sind, auch wenn sich die ersten jahre überwiegend starke bis sehr starke läufer angemeldet haben. die ziel-öffnungszeiten sind lang genug, so konnte dieses jahr ein m70 läufer alle 4 läufe walkend finishen.

3.tag hm
start in neo chorio auf dem dorfplatz. diesmal also von der anderen seite des akamas über den kamm zum start des 11k rennens.



ich bin steif wie schon lange nicht mehr. die ersten 11 kilometer geht's moderat bergauf, habe also etwas zeit mich einzulaufen. zuerst auf einer staubpiste sehr malerisch durch den halbschatten eines lichten kiefernwaldes, vorbei an groß angelegten grill- und picknickplätzen. später verschwinden die kiefern und wir schrauben uns gemächlich durch brusthohe macchia bergauf. das erste zwischenziel ist ein kamm mitten im nationalpark. bereits etwas unterhalb verschwindet auch die macchia und wird durch einen steppenähnlichen bewuchs ersetzt. auf dem kamm empfängt uns ein bilderbuch panoramaausblick. meer auf beiden seiten, aber auch gegenwind. noch ein stück auf dem kamm entlang, bevor wir 500 hm zum meer hinabbrechen. diesmal auf groben, ausgewaschenen pisten. zum teil recht steinig. fühlte sich das oben auf dem kamm endlich nach „laufen“ an, so macht sich bergab schnell die vorbelastete muskulatur bemerkbar. aber bergab geht irgendwie immer. schritt für schritt nähert sich das meer. und jetzt? exakt das, was man sich nicht wünscht. die letzten 3 kilometer laufen auf einer gut ausgebauten schotterpiste flach am meer entlang. das schmerzt! dafür gleich am ziel in das um diese jahreszeit noch angenehm warme meer zum regenerationsbad.
das tut gut.


am heutigen tag ein harter aber landschaftlich und wegemäßig herrlicher lauf.


4.tag 10 kilometer paphos stadtlauf
mein gott! wie kann man nur so steif sein. beim versuch mich einzulaufen stackel ich ungelenk über paphos hafenmole. von den schmerzen in den muskeln ganz zu schweigen. wie soll man mit diesen beinen 10 kilometer laufen können?
zumindest sind die äusseren bedingungen heute überragend. nach einem starken nächtlichen gewitter bricht kurz vor dem start die sonne in die noch verschlafene stadt ein.
es hilft alles nichts! ich werde mich durch die 10 kilometer quälen. seltsamerweise kann ich die startlinie überqueren. zwischen kilometer 2 oder 3 wird es endlich besser und ich rolle leidlich vor mich hin. durch die partymeile zum fussballplatz und durch die hotelmeile wieder zurück. toll die atmosphäre im zielbereich an der hafenmole zwischen mitellalterlicher burg und modernen cafes. getränke, obst, bier! partystimmung mit dj und jeder menge humpelnder läufer. der hafen und die sonnige temperatur laden noch zum verweilen ein. wir sitzen noch in einem der umliegenden cafes trinken frappé und lassen uns von der sonne verwöhnen.
ein schöner ausklang einer bestens organisierten veranstaltung.



    

danke an arena für die beiden letzten bilder !      

zum veranstalter